Bericht des Arbeitskreises Käte Brenner über die Veranstaltungen 2010/2011

Wie im Programmheft angekündigt haben wir uns in mehreren Sitzungen mit dem Buch von Bertold Huber – Vorsitzender der IG Metall – beschäftigt. In die einzelnen Abschnitte wurden von Teilnehmern eingeführt und darüber diskutiert.

Hier waren es folgende Artikel:

  • Transformation des Bildungssystems von Martin Baethge. Die fehlende Durchlässigkeit durch das dreigliedrige Schulsystem zu Berufsausbildung bzw. zum Studium sollte eine Herausforderung für Gewerkschaften sein.
  • Postdemokratie und die Krise des „privatisierten Keynesianismus“. Durch die Verschiebung der Machtverhältnisse – von der öffentlichen Hand zu Privatinvestoren – ist die Demokratie geschwächt.
  • Mit Dr. Michael Schumann – Betriebliche Mitbestimmung – kein Selbstläufer. Die betriebsverfassungsrechtliche Mitbestimmung reicht nicht aus um die Macht des Kapitals zu brechen. Mitbestimmung muss bei den Arbeitnehmern ankommen.
  • Der Marktstaat ist keine Demokratie von Erhard Eppler. Wenn alles privatisiert wird ist der Mensch nur noch Kunde. Bildung ist keine Ware – sondern ein Menschenrecht. Sozialpolitik ist durch das Grundgesetz geschützt. Das gilt zu verteidigen und auszubauen.

Zum Thema betriebliche Mitbestimmung referierte Walter Fabian von VW über die dort praktizierte Mitbestimmung.
Sie ist nicht nur in den Standorten der Bundesrepublik zu erhalten und auszubauen, sondern Mitbestimmung in den nunmehr weit über 60 Werken in den verschiedensten Ländern einzuführen ist Aufgabe der Interessenvertretung bei Volkswagen.

Die gewerkschaftliche Seniorenarbeit der Gewerkschaften gestern – heut – und zukünftig.
Dazu referierten Heinz Jewski und Egon Kuhn. Zukünftig wird es sehr darauf ankommen wie es den Gewerkschaften gelingt die „älter“ Werdenden aktiv und passiv in ihre Arbeit mit einzubeziehen.

Maikundgebung auf dem Klagesmarkt – was kommt wenn der Klagesmarkt bebaut wird?
Steffen Holz referierte über die Planung und wie es dann weiter gehen könnte. Konkret werden könnte es ab 2012. Ob der Platz vor dem Rathaus sich eignet, muss in den Gewerkschaften intensiv diskutiert werden.

Intensiv beschäftigten wir uns über die Themen für das Bildungsjahr 2011/2012 und wie wir weitere Teilnehmer gewinnen können. Jeder ist gefordert.

Gerhard Mogwitz

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