EUROPA DES KAPITALS ODER EUROPA DER ARBEIT?

Schritt für Schritt ins Paradies! Wege aus dem Neoliberalismus.
20. April 2015, 19.00–21.00 Uhr
Pavillon Kulturzentrum, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Seit der Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion 1990 ist die EU immer mehr zu einem neoliberalen Instrument des Sozialabbaus geworden: Alle Schranken für Handel und Kapitalverkehr wurden abgebaut ohne gemeinsame Standards in der Sozial- und Steuerpolitik aufzubauen. Niedrige Lohnkosten wurden damit zum Standortvorteil. Im Zuge der Finanzkrise wurden bankrotte Banken und Finanzspekulanten mit mehreren hundert Milliarden Euro gerettet und gleichzeitig den Bevölkerungen in Südeuropa ein gnadenloses Kürzungsprogramm von Löhnen, Renten und öffentlichen Dienstleistungen verordnet. Dort ist Hunger, Obdachlosigkeit und fehlende medizinische Versorgung »Normalität« geworden. Die Arbeitslosigkeit in der EU hat Allzeithöchststände erreicht. Ein »weiter so« darf es nicht geben. Welche demokratischen Antworten gibt es auf die soziale Krise in Europa? Welche politischen Kräfte können sie geben? Ist die EU überhaupt noch ein geeigneter Rahmen für fortschrittliche Politik? Kann aus dem Europa des Kapitals ein Europa der Arbeit werden? Diese Fragen wollen wir am 20. April mit den Referenten und dem Publikum diskutieren. Andreas Fisahn, Wolfgang Lemb und Antonella Muzzupappa werden aus verschiedenen Blickwinkeln Antworten geben.

Die Veranstaltung ist Teil einer gemeinsamen Diskussionsreihe von Gewerkschaften, Bildungsträgern und fortschrittlichen politischen Organisationen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, konkrete Alternativen zum neoliberalen Gesellschaftsentwurf aufzuzeigen und zu diskutieren.

REFERENTINNEN UND REFERENTEN:

Wolfgang Lemb Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall
Prof. Andreas Fisahn Universität Bielefeld, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von attac
Dr. Antonella Muzzupappa Rosa Luxemburg Stiftung, Expertin für Griechenland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.